Sie möchten Ihre Terrasse in einen ganzjährig nutzbaren Kaltwintergarten verwandeln? Eine hervorragende Entscheidung – denn so erweitern Sie Ihren Wohnraum deutlich und schaffen einen geschützten Bereich für jede Jahreszeit.
Doch gerade bei bestehenden, nicht überdachten Terrassen gibt es einen wichtigen Punkt, der häufig unterschätzt wird: das Gefälle des Bodenbelags.
Warum das Gefälle zum Problem werden kann
Nahezu jede freie Terrasse besitzt ein Gefälle zur Gartenseite, damit Regenwasser zuverlässig abläuft. Je nach Bauweise liegt die Gartenseite dadurch 3–10 cm tiefer als die Hauswand.
Technisch ist das zunächst kein Problem:
Die Laufschienen unserer Schiebetürsysteme werden grundsätzlich auf einer stabilen Aluminium-Unterkonstruktion absolut waagerecht montiert. So ist jederzeit gewährleistet, dass die Türen sauber laufen und sich nicht selbstständig bewegen.
Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch im Detail:
Wie vermeidet man eine sichtbare und spürbare Stolperkante im Übergangsbereich?
Besonders bei seitlich geplanten Schiebetüren würde das Terrassengefälle dazu führen, dass die Laufschiene zum Garten hin immer weiter aus dem Boden „herauswächst“. Optisch und funktional ist das selten zufriedenstellend.
Die beste Lösung: Den Boden im Kaltwintergartenbereich neu ausrichten
Aus unserer Erfahrung ist die Anpassung des Bodenbelags innerhalb des Kaltwintergartens die mit Abstand sauberste, nachhaltigste und optisch hochwertigste Lösung.
Dabei wird nach der Montage des Wintergartens eine neue, exakt waagerechte Fläche hergestellt – unabhängig vom ursprünglichen Terrassengefälle.
Warum diese Lösung langfristig überzeugt
- Perfekte Optik
Eine durchgehend ebene Fläche wirkt hochwertig, ruhig und architektonisch stimmig.
Es entstehen keine sichtbaren Abstufungen, keine improvisierten Übergänge und keine Kompromisslösungen.
- Keine Stolperkanten
Der Boden schließt sauber an die Türanlage an.
Gerade wenn der Wintergarten intensiv genutzt wird – etwa mit Möbeln, Pflanzen oder häufigem Durchgang – zahlt sich das deutlich aus.
- Dauerhafte Funktionssicherheit
Es entstehen keine Vertiefungen oder Schmutzfangstellen rund um die Schienen.
Das reduziert Reinigungsaufwand und sorgt langfristig für einen störungsfreien Lauf der Türen.
- Flexible Gestaltungsmöglichkeiten
Für die neue, waagerechte Fläche gibt es mehrere bewährte Varianten:
- WPC-Dielen auf Stelzlagern
Besonders beliebt, da einfach zu montieren und sehr langlebig. - Holzdielen auf höhenverstellbarer Unterkonstruktion
Natürlich und optisch warm. - Neuaufbau mit Plattenbelag
Für eine moderne, massive Optik.
Gerade Systeme mit höhenverstellbaren Stelzlagern sind äußerst anwenderfreundlich und ermöglichen eine exakte Nivellierung – selbst bei stärkerem Gefälle.
Ja, es ist etwas aufwändiger – aber deutlich sinnvoller
Natürlich bedeutet diese Lösung einen gewissen Mehraufwand. Je nach Materialwahl entstehen zusätzliche Kosten für Material und Montage.
Doch aus unserer Erfahrung gilt:
Wer hier sauber plant, spart sich später Kompromisse – optisch wie technisch.
Ein Wintergarten ist eine langfristige Investition. Entsprechend sollte auch der Bodenaufbau dauerhaft hochwertig ausgeführt sein.
Alternative Lösungen – wenn eine Bodenanpassung nicht möglich ist
Sollte eine Anpassung des Bodenbelags ausdrücklich nicht gewünscht oder baulich nicht realisierbar sein, gibt es zwei technisch machbare Alternativen. Diese stellen jedoch eher Kompromisslösungen dar.
- Laufschiene „vermitteln“
Bei geringem Gefälle kann die Schiene an der Hauswand leicht vertieft beginnen, sodass sie Richtung Garten weniger hervorsteht.
Nachteile:
- Vertiefungen können Schmutz sammeln
- Erhöhter Reinigungsaufwand
- Je nach Ausführung entsteht dennoch eine kleine Stolperkante
Diese Lösung eignet sich nur bei minimalem Höhenunterschied.
- Teilweise Festverglasung statt durchgehender Schiebetüren
Eine weitere Möglichkeit ist, seitlich nicht vollständig auf Schiebetüren zu setzen, sondern einen Teil als Festverglasung auszuführen.
Dadurch reduziert sich die Länge der Laufschiene – und somit auch die entstehende Höhendifferenz.
Allerdings:
- Bleibt häufig eine kleinere Kante bestehen
- Gestalterisch nicht immer gewünscht
- Teilweise höhere Kosten durch gemischte Elemente
Unser Fazit
Ein Kaltwintergarten auf einer abschüssigen Terrasse ist technisch problemlos realisierbar.
Wenn jedoch Wert auf eine hochwertige, dauerhaft saubere und komfortable Lösung gelegt wird, empfehlen wir klar:
Den Boden im Kaltwintergartenbereich neu und waagerecht aufzubauen.
Diese Variante sorgt für:
- beste Optik
- höchsten Komfort
- langfristige Funktionssicherheit
- und eine insgesamt deutlich wertigere Ausführung
Gerne beraten wir Sie individuell zu Ihrer Terrassensituation und zeigen Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten in unserem Showroom.
Vereinbaren Sie einfach einen Termin oder kontaktieren Sie uns telefonisch oder per E-Mail.
Gefälleausgleich ohne neuen Bodenbelag – mit keilförmig angepasster Aluminium-Unterkonstruktion
Nicht immer besteht der Wunsch, den bestehenden Terrassenboden im Kaltwintergartenbereich neu aufzubauen oder zu verändern. In solchen Fällen gibt es eine technisch durchdachte Alternative, mit der sich das Gefälle ausgleichen lässt, ohne den Bodenbelag neu zu gestalten.
Hierbei wird die Aluminium-Unterkonstruktion individuell schräg bzw. keilförmig angepasst.
Wie funktioniert das?
Statt den Boden anzugleichen, wird die Unterkonstruktion so gefertigt, dass sie das vorhandene Gefälle exakt aufnimmt.
Dazu werden die Aluminiumprofile präzise im entsprechenden Winkel zugeschnitten. Durch diese keilförmige Anpassung entsteht:
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Oben eine absolut waagerechte Auflagefläche für die Schiebetürschienen
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Unten eine saubere Anpassung an das bestehende Terrassengefälle
So können die Laufschienen technisch korrekt und gerade montiert werden, obwohl der Untergrund weiterhin Gefälle besitzt.
Vorteile dieser Lösung
✔ Kein Eingriff in den bestehenden Bodenbelag
✔ Schnelle und technisch saubere Umsetzung
✔ Funktional einwandfreier Lauf der Schiebetüren
✔ Besonders geeignet bei moderatem Gefälle
Was man beachten sollte
Diese Lösung gleicht zwar das Gefälle konstruktiv aus, verändert jedoch nicht die tatsächliche Höhe des bestehenden Terrassenbodens. Je nach Gefällesituation kann daher weiterhin eine sichtbare Höhendifferenz im Übergangsbereich entstehen.
Optisch ist diese Variante daher eher eine technische als eine gestalterische Lösung. Sie eignet sich besonders dann, wenn der vorhandene Boden unbedingt erhalten bleiben soll.

